Keine Angst vor Spinnen
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Furcht und Ekel vor Spinnen scheinen ange-boren zu sein. Die achtbeinigen Tierchen haben die menschliche Phantasie schon immer beschäftigt und Spuren in der Literatur hinterlassen. So zum Beispiel in der Novelle „Die Schwarze Spinne“ von Jeremias Gotthelf, der Pfarrer in der Emmentaler Gemeinde Lützelflüh war und von Geburt her Albert Bitzius hiess. Und in einschlägigen Fil-men bestreiten auf dem Computer gemachte Spinnen das Horrorszenario.

Um bei den Tatsachen zu bleiben: Giftige Spinnen, oder präziser solche, die ihre Beute mit Gift betäuben, existieren durchaus. Doch die Arten, die in den gemässigten Breiten heimisch sind, gefährden den Menschen nicht. Sich ob den Spinnen zu ängstigen, sie zu meiden oder gar zu töten, ist folglich fehl am Platz. Und schade ist es obendrauf. In Ruhe und aus der Nähe betrachtet, zeigen uns die Spinnentiere nämlich, wie interessant sie sind, wie sie ihre Beute fangen. Manche Arten fallen mit ihren dekorativ wirkenden Zeichnungen auf. Zudem fangen und vertil-gen die Spinnen eine Menge Insekten, was sie zu Nützlingen macht. Der überlieferte Satz „Spinnen im Haus, sauberes Haus“ kommt nicht von ungefähr.

Die Spinnen bauen Netze in verschiedenen Formen, je nach ihrer Artzugehörigikeit. Die Netze der bekannten Kreuzspinne beispiels-weise ähneln einem Rad, wie es eben für die Radnetzspinnen typisch ist. Die Netze ande-rer Arten hingegen machen eher einen chaotischen Eindruck - aus menschlicher Sicht geht da der Zweck der Ästhetik vor. Ohne Netz kommen jene Spinnenarten aus, welche den Insekten auflauern, sie ansprin-gen oder sie eilig laufend verfolgen. Beson-ders gut beobachten lässt sich das Verhalten

Die Krabbenspinne baut kein Netz. Sie lauert der Beute an Orten auf, die von zahlreichen Insekten angeflogen werden. Also auf Blüten verschiedener Duftnoten und Farben. Zur Tarnung kann diese Spinnenart bis zu einem gewissen Grad die Tönung der Blüte annehmen.

der Krabbenspinnen - nachdem man sie ein-mal entdeckt hat (zur Tarnung können sie ihre Farbe jener der Wirtspflanze angleichen). Sie weben zwar kein Netz, Fäden spinnen können sie aber ebenfalls. Zum Beispiel, um von Zweig zu Zweig zu hangeln, wobei sie Distanzen von mehr als einem Meter zu über-brücken vermögen.
Die meisten Spinnenarten sind kleiner als ein
Zentimeter, die kleinste Art misst weniger als einen Millimeter. Die grösste Spinne ist mit rund neun Zentimetern die in Südamerika heimische Vogelspinne. Generell gilt, dass die Weibchen grösser als die Männchen sind.
Spinnen führen ein Einzeldasein und treffen ausschliesslich zur Paarung mit Artgenossen zusammen. Sie sind langlebig und können über dreissig Jahre alt werden.

Die Krabbenspinne misst über alles nur etwa zwei Zentimeter, der Körper ist nur wenige Millimeter gross. Um Distanzen zu überwinden, kann sie ihre feinen Fäden gezielt bis ein, zwei Meter weit „schiessen“.